Fußball, Feiern, Glauben

11.06.2010 | München
Beispiele unserer Hilfe in Teilnehmerländern der Fußball-WM

Vom 11. Juni bis 11. Juli findet in Südafrika die Fußball-Weltmeisterschaft statt. Zum ersten Mal ist ein afrikanisches Land der Gastgeber. Rund um die Welt fiebern Fußballfans mit und feuern ihre Spieler an.

Weltweit ist auch die Hilfe von KIRCHE IN NOT. Im vergangenen Jahr haben wir dank Ihrer Hilfe fast 5000 Projekte in 140 Ländern unterstützen können. Während der Fußball-Weltmeisterschaft stellen wir Ihnen Beispiele unserer Hilfe aus einigen Staaten vor, die an der WM teilnehmen. Heute: das Gastgeberland Südafrika.

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In der Metropole Durban, im Osten der Republik, unterstützen wir die Arbeit von Pater Stan Augustijns im Pastoralzentrum des Erzbistums. Sein Team und er kümmern sich um Flüchtlinge und Asylbewerber, um ihnen Rückhalt und Zuversicht zu geben. Durban ist etwa so groß wie Berlin und wegen des größten Hafens des Kontinents ein wichtiges Handelszentrum Südafrikas.

Die Flüchtlinge kommen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturkreisen, die von Konflikten geprägt waren und sind. "Simbabwe hat seine Geschichte der Stammeskonflikte, Kongo ebenso; Burundi und Ruanda sind keine Ausnahmen. Nationalitäten dieser Länder sind in das sogenannte "gelobte Land" Südafrika gezogen", berichtet Pater Augustijns.

Viele Flüchtlinge seien vor Fremdenhass und rassistischen Konflikten geflohen und sehen sich in ihrem Exil weiterhin Fremdenhass gegenüber. Er erzählt: "Zurzeit leben Tausende Simbabwer im Grenzgebiet im Norden Südafrikas, im Umland der Stadt Polkwane. Viele flohen vor dem Fremdenhass, der ihnen entgegenschlug. Da sie sich nicht in Johannesburg niederlassen wollten, zogen sie bis nach Durban."

Kinder in Pretoria freuen sich über die Kinderbibel von KIRCHE IN NOT.

Dort verweisen die örtlichen Behörden und Nichtregierungsorganisationen die Vertriebenen auf das Pastoralzentrum für Flüchtlinge. Das Zentrum ist nicht nur in der Pfarrgemeinde und der Erzdiözese bekannt. Es wird auch von der Bevölkerung in Durban geschätzt. Im vergangenen Jahr zählte Pater Augustijns 2884 neue Flüchtlinge im Pastoralzentrum.

Das Pastoralzentrum möchte den Vertriebenen deren gemeinsame Wurzeln aufzeigen. Die Mitarbeiter betonen, dass jeder Einzelne wertvoll ist, gleich welcher Volksgruppe er angehört. In Begegnungen und Workshops vermitteln die Helfer im Pastoralzentrum, wie wichtig die Versöhnung für die Gemeinschaft ist.

Pater Augustijns: "Wir machen die Flüchtlinge darauf aufmerksam, dass auch sie eine Gemeinsamkeit haben: Sie alle sind Opfer derjenigen, die sie zur Flucht gezwungen haben." Krieg ist ein ausreichender Grund für die Flucht aus der Heimat. Die christlichen Flüchtlinge wanderten darüber hinaus vor religiös motivierten Angriffen aus, berichtet Pater Augustijns. "Es gibt einen Gott für alle, unabhängig von Glauben, Stammeszugehörigkeit, ethnischer oder geschlechtlicher Identität."

Unter den Flüchtlingen sind auch viele Kinder. Sie lernen in kirchlichen Einrichtungen Lesen und Schreiben, um ihre Chancen für die Zukunft zu verbessern.

Da die Flüchtlinge in Südafrika nicht in Lagern untergebracht sind, ist einer der wichtigsten Aspekte der kirchlichen Hilfe die Suche nach geeigneten Unterkünften. Ihre Unterstützung geht jedoch weit darüber hinaus und erstreckt sich über medizinische Hilfe, Nahrungsmittel, Kleidung, die Hilfe bei Behördengängen und die Integration in die Gesellschaft bis zur Seelsorge im eigentlichen Sinn, die Feier der Heiligen Messe und die Spendung der anderen Sakramente.

Der Schwerpunkt der Arbeit im Pastoralzentrum in Durban liegt nicht nur auf der Heilung der Erinnerung und Versöhnung, sondern auch in der Bildung. Die Flüchtlinge lernen im Zentrum Lesen und Schreiben, um ihre Zukunftschancen zu verbessern. Unter den Flüchtlingen sind auch viele Kinder

Quelle: Pressemeldung KIRCHE IN NOT / Ostpriesterhilfe Deutschland e.V.

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