Nur jeder vierte Fernreisende würde sich gegen alle Krankheitserreger schützen
Die Mehrheit steht Impfungen kritisch gegenüber: Mehr als die Hälfte aller Befragten schützt sich nur durch Impfungen, wenn die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung im Reisegebiet sehr hoch ist. "Damit der Traumurlaub nicht zum Alptraum wird, sollten sich Fernreisende vor ihrem Urlaub umfassend über die Gesundheitsgefahren im Reisegebiet und notwendige Impfungen informieren", sagt Petra Rudnick, Ärztin für Allgemeinmedizin bei der TK.
Nahezu jeder zehnte Fernreisende würde sich laut Umfrage sogar grundsätzlich nicht extra impfen lassen. Doch: Je entlegener das Urlaubsziel, desto wichtiger ist die Gesundheitsvorsorge. "Viele Krankheiten sind auf anderen Kontinenten deutlich weiter verbreitet als in Europa - zum Beispiel Hepatitis, Typhus und Tollwut in Afrika, Asien und Südamerika", sagt Rudnick. Gegen viele gibt es wirkungsvolle Impfstoffe. "Auch vor Malaria kann man sich mit Medikamenten - und natürlich einer konsequenten Mückenabwehr vor Ort - gut schützen", so die Medizinerin. Außerdem rät sie Fernreisenden, sich zu vergewissern, ob die in Deutschland üblichen Schutzimpfungen wie zum Beispiel Diphtherie und Tetanus (Wundstarrkrampf) bei ihnen noch wirksam sind.
Beim Impfen gilt: je früher, desto besser. Denn einige Impfungen erfordern mehrere Spritzen nach festem Zeitplan, bis sie bestmöglich schützen. Außerdem vertragen sich manche Wirkstoffe schlecht miteinander, so dass bei mehreren Impfungen ein mehrwöchiger Abstand notwendig sein kann. "Bevor es losgeht, braucht der Körper Zeit, um sich zu erholen", so Rudnick. Ihr Tipp: "Ziel sollte sein, spätestens vier Wochen vor der Reise die letzte Impfung abzuschließen." Aber auch Last-Minute-Reisende sollten laut der TK-Expertin nicht auf den Impfschutz verzichten: Eine Injektion kurz vor dem Abflug ist für manche Impfungen auch noch sinnvoll.
Quelle: Pressemeldung Techniker Krankenkasse
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