Reiseapotheke: Individuell zusammenstellen statt fertiges Paket kaufen
Erkältung, starker Sonnenbrand oder Magen-Darm-Erkrankungen: Fast die Hälfte aller Urlauber aus Deutschland ist während der Ferienreise schon einmal krank geworden. So das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Forschungsinstituts Forsa im Auftrag der DAK. Die Gesundheitsfachleute von TÜV Rheinland empfehlen deshalb, dass zur Urlaubsvorbereitung in jedem Fall die sorgfältige Zusammenstellung der Reiseapotheke gehören muss: "Am besten die Medikamente sorgfältig selbst auswählen und sich nicht auf ein fertiges Paket verlassen", rät Dr. Ulrike Roth, Arbeitsmedizinerin von TÜV Rheinland. "Jeder kennt seine persönlichen Gesundheitsprobleme selbst am besten und weiß, welche Medikamente er bei Beschwerden gut verträgt." Wer sich bei der Zusammenstellung unsicher ist, sollte auf jeden Fall seinen Hausarzt um Rat fragen.
Zur Grundausstattung einer guten Reiseapotheke gehören Pflaster in verschiedenen Größen sowie eine Schere und eine Pinzette. Ebenfalls unentbehrlich: eine desinfizierende Wundsalbe, ein kühlendes Gel gegen Juckreiz bei Insektenstichen, Verbandsmaterial, ein Fieberthermometer sowie Medikamente gegen Fieber und Schmerzen. "Um Infektionen oder Durchfall durch Bakterien in verunreinigter Nahrung, insbesondere Speiseeis, vorzubeugen, sollten Urlauber außerdem ein Durchfallmittel im Gepäck haben", empfiehlt Dr. Roth. "Das hilft Betroffenen, den Verlust von Flüssigkeit wieder auszugleichen."
Bei Vorerkrankungen - wie zum Beispiel Diabetes - sollte der Reisende dafür sorgen, dass er das regelmäßig notwendige Medikament in ausreichender Menge bei sich hat. Denn in anderen Ländern kann es oft problematisch sein, dies in gleicher Qualität zu erhalten. "Außerdem sollte der Hausarzt die Notwendigkeit dieser Medikamente zusätzlich bescheinigen", sagt die Expertin. "Auf diese Weise vermeiden Reisende eventuelle Schwierigkeiten mit ausländischen Zollbehörden oder bei der Gepäckkontrolle." Wichtig für Familien mit Kindern: die Telefonnummer des Kinderarztes, damit er im Notfall kontaktiert werden kann. Außerdem am besten vor der Reise Adressen von deutschsprachigen Ärzten beim jeweiligen Reiseveranstalter oder Konsulat heraussuchen.
Quelle: Pressemeldung TÜV Rheinland Holding Aktiengesellschaft
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