Sichtbarer UV-Schutz: Entdeckung aus der Beiersdorf Forschung

03.08.2010 | Hamburg
Dass UV-Strahlung zu Hautschäden führt und dass Sonnencreme davor schützt, wissen mittlerweile die meisten Menschen. Doch was viele nicht wissen ist, dass auch die Art wie das Sonnenschutzmittel auftragen wird und wie viel entscheidend ist. Beiersdorfs Forschung & Entwicklung hat nun eine innovative Methode entwickelt bei der der UV-Schutz auf der Haut sichtbar gemacht und gemessen werden kann.

Dadurch konnten die Forscher nicht nur zeigen, welche Menge an Sonnencreme aufgetragen werden muss, um die optimale Schutzwirkung zu erzielen, sondern auch nachweisen, dass die meisten Verbraucher deutlich zu wenig nutzen. Grün steht für eine ausreichende und rot für eine geringe Menge an aufgetragenen UVA- und UVB-Filtern.

Mit Infrarot den Sonnenschutz messen

"UV-Strahlung begünstigt die Entstehung von Entzündungen auf der Haut, Allergien oder Tumoren", sagt Dr. Simone Presto von der Abteilung Medical Affairs bei Beiersdorf. "Umfassender Sonnenschutz ist deshalb notwendig, doch die wenigsten Menschen cremen sich ausreichend mit Sonnenschutzmitteln ein. Der Beiersdorf Forschung & Entwicklung ist es jetzt gelungen, die aufgetragene Menge an Sonnenschutzmitteln und damit auch die Intensität des UV-Schutzes mit einem Infrarot-Imaging Spektrometer sichtbar zu machen. Auf diese Weise ist es möglich, Verbraucher künftig auch visuell davon zu überzeugen, dass sie mehr und intensiveren Sonnenschutz benötigen, um ihre Haut optimal vor den schädlichen Folgen zu starker UV-Strahlung zu bewahren."

Die sogenannte "Fourier-Transformations-Infrarot-Imaging Spektroskopie" (FT-IR-Imaging Spektroskopie) arbeitet mit infrarotem Licht und bietet die Möglichkeit, chemische und räumliche Informationen miteinander zu kombinieren und darzustellen. Dr. Elke Grotheer von der Beiersdorf Produktanalytik erklärt: "Die Farbskalierung der Bilder reicht von grün über gelb bis rot, wobei grün für eine ausreichende und rot für eine geringe Menge an aufgetragenen UVA- und UVB-Filtern steht. Unsere Studienergebnisse haben verdeutlicht, dass Verbraucher nur ein Viertel bis ein Drittel der erforderlichen Menge an Sonnenschutzmittel verwenden und dass eine Auftragsmenge von 2 Milligramm pro Quadratzentimeter den optimalen Effekt auf die Haut hat. Bei einem Erwachsenen entspricht dies einer Menge von sieben bis acht Teelöffeln für den ganzen Körper."

Ergebnisse zur Verbraucheraufklärung nutzen

Im Vorfeld wurden Messungen mit unterschiedlichen Mengen Sonnenschutzmittel auf den Unterarmen von Probandinnen durchgeführt. Getestet wurden drei Sonnenschutzmittel von Eucerin. In einem zusätzlichen Versuch trugen die Probandinnen die Menge an Sonnencreme auf, die sie auch im Alltag verwenden würden. "Bei allen drei getesteten Produkten wies die Skalierung bei 2 Milligramm Sonnencreme pro Quadratzentimeter Haut beinahe durchgängig eine grüne Farbe auf", berichtet Dr. Presto. Beim zusätzlichen Test mit der selbst gewählten Sonnencreme-Menge war das Ergebnis Besorgnis erregend. "Hier lag die durchschnittliche Menge Sonnencreme zwischen 0,5 und 1 Milligramm pro Quadratzentimeter und damit deutlich unter dem, was für einen optimalen Hautschutz zu empfehlen ist." Dr. Grotheer fügt abschließend hinzu: "Um die Verbraucher davon zu überzeugen, dass sie künftig mehr Sonnenschutzmittel verwenden als sie es normalerweise tun würden, benötigen wir anschauliches und überzeugendes Informationsmaterial. Mit dem FT-IR-Imaging Spektrometer befinden wir uns auf einem guten Weg. Die Ergebnis-Bilder können wir zukünftig zur Verbraucherberatung und -aufklärung nutzen."

Quelle: Pressemeldung Beiersdorf AG

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