Sommerflugplan 2009: 4,3% weniger Passagiere als im Vorjahr
Der Inlandsverkehr war mit - 5,5% stärker vom Rückgang betroffen als der Auslandsverkehr (- 3,8%). Fast jeder vierte Passagier (24%, 14,0 Millionen Passagiere) reiste innerhalb Deutschlands, insgesamt 44,8 Millionen oder 76% aller Passagiere flogen ins Ausland.
Die meisten Auslandsreisen gingen mit 35,0 Millionen Passagieren ins europäische Ausland. Bei fast allen europäischen Zielen nahm die Passagierzahl ab, insgesamt lag der Rückgang bei 4,4%. Der Passagierstrom nach Spanien, dem von Deutschland aus beliebtesten Flugreiseziel, verringerte sich um 5,3%. Frankreich musste die prozentual höchste Abnahme hinnehmen (- 7,6%). Weniger stark betroffen vom Rückgang waren Italien (- 2,3%) und das Vereinigte Königreich (- 2,6%). Hingegen konnten für Norwegen (+ 10,2%), Finnland (+ 0,7%) und Kroatien (+ 0,8%) mit jeweils 0,5 Millionen Zunahmen der Passagierzahlen verzeichnet werden.
Zum amerikanischen Kontinent flogen 4,2 Millionen Passagiere, das waren 4,7% weniger als im Vorjahr. Die USA kamen allein auf 3,0 Millionen Passagiere (- 4,4%). Flugreisen nach Kanada gingen um 0,4% und Flugreisen nach Brasilien um 1,1% zurück. Die Passagierzahl in die Dominikanische Republik ist indessen um 15,8% gesunken.
Entgegen dem Gesamttrend nahmen Flugreisen nach Asien um 1,0% zu, dorthin reisten insgesamt 3,7 Millionen Passagiere. Erstmals stellten in der Sommerflugperiode die Vereinigten Arabischen Emirate mit einer Zunahme von 20,3% das wichtigste asiatische Reiseziel dar. Allerdings waren mehr als die Hälfte aller Passagiere in die Vereinigten Arabischen Emirate Durchgangsreisende, allein ihre Zahl stieg um + 29,8%. Aber auch andere asiatische Länder konnten ihre Vorjahreswerte verbessern: So kam China auf ein Plus von 0,6%, Flugreisen nach Indien nahmen um 1,9% und nach Israel um 6,0% zu.
Auch Afrika traf der Einbruch weniger stark: Hierher reisten mit 1,8 Millionen Passagieren 1,4% weniger als im Vorjahr, das wichtigste afrikanische Reiseland Ägypten musste mit 0,8 Millionen Passagieren ebenfalls nur leichte Einbußen hinnehmen (- 1,0%). Der stärkste Rückgang wurde bei Flugreisen nach Südafrika beobachtet (- 19,9%).
Quelle: Pressemeldung Statistisches Bundesamt
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