Sudan: "Wahlen werden nicht zur Farce"
Gesetzgebung bedeuten würde.
Straßenszene in der sudanesischen Hauptstadt Khartum.
Im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen berichteten Medien, dass mehrere Oppositionsparteien im Norden des Landes nicht kandidieren wollen, da sie der Partei von Präsident Umar al-Baschir Wahlmanipulation vorwerfen.
Internationale Wahlbeobachter hatten kritisiert, dass die amtierende Regierung die Wahlen mit verschiedenen Mitteln manipuliere. So solle in Gegenden, in denen die Opposition hohe Stimmenanteile erwarte, die Anzahl der Wahllokale derart ausgedünnt worden sein, dass die Menschen teilweise Entfernungen von über 50 Kilometern zur Abstimmung zurücklegen müssten. Auch sollen mancherorts keine Wahlzettel an die Wahllokale ausgeliefert worden sein. So berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 6. April.
Freude über einen Riesenschritt voran
Peschen sagte, aus seiner Sicht könnten die Wahlen zumindest im Süden des Landes ordnungsgemäß ablaufen. "Ich glaube nicht, dass es da eine Wahlfarce geben wird", sagt er wörtlich. Westliche Beobachter gewichteten die Wahlmanipulationen im Norden und den Mangel an politischer Bildungsarbeit seiner Ansicht nach zu stark.
Insgesamt dominiere unter den Einheimischen die Freude darüber, dass man mit diesen demokratischen Wahlen einen "Riesenschritt voran getan habe". Es stimme bereits hoffnungsvoll, dass die Forderung nach demokratischen Wahlen überhaupt eingelöst werde. Auch sei eine erfolgreiche Durchführung der Wahlen entgegen anderslautender Meldungen nicht Bedingung für das Referendum 2011, das ohnehin kommen werde.
Der Sudan gehört zu den von KIRCHE IN NOT besonders unterstützten Ländern. So flossen im Jahr 2008 1,18 Millionen Euro in Projekte im Sudan, vor allem in Existenz- und Bauhilfe.
Ein ausführliches Interview mit Pater Dr. Ludwig Peschen können Sie sich in unserer Medienbox anhören oder bei uns unentgeltlich als Hör-CD bestellen
Quelle: Pressemeldung KIRCHE IN NOT / Ostpriesterhilfe Deutschland e.V.
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