Tierfreundliche Ausflüge im WM-Land

09.06.2010 | Gerlingen
Wer unsere Nationalelf vor Ort in Südafrika unterstützt, möchte sicherlich auch etwas von der atemberaubenden Schönheit des Landes zu sehen bekommen. Laut der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. sollten Reisende ihre Ausflugsziele lieber genau unter die Lupe nehmen, um nicht aus Versehen den Missbrauch von wilden Tieren zu fördern.

An erster Stelle steht bei Südafrika-Touristen oft die Fahrt durch einen Safari-Park. "Achten Sie darauf, keinen direkten Kontakt zu den wilden Tieren zu haben. Auch das Streicheln von Löwenbabys kann Tierquälerei sein", erklärt Nadja Kutscher von PETA. "Denn Parks, die ständig "süßen Babynachwuchs" brauchen, verkaufen die völlig fehlgeprägten Tiere später oft an Jagdfarmen." Die Kampagnenleiterin hat Südafrika im vergangenen Jahr selbst bereist, um sich ein Bild von den Zuständen vor Ort zu machen. Ihr Geheimtipp: Der "Drakenstein Lion Park" in der Nähe von Kapstadt. Dort leben Löwen aus der ganzen Welt in großen Gehegen - die Tiere wurden aus Zirkussen, aus der südafrikanischen Jagdindustrie oder anderen nicht artgerechten Haltungen gerettet. Besucher können die Nacht mitten zwischen den Raubtiergehegen verbringen: Nervenkitzel garantiert. Elefanten können artgerecht lebend im "Addo Elephant Park" beobachtet werden, zum Teil in großen Familienverbänden. "Im Gegensatz zu anderen Parks oder Zirkussen werden die Elefanten hier nicht mittels Gewalt dazu gezwungen, Kunststücke vorzuführen oder Touristen auf ihrem Rücken reiten zu lassen", fügt Kutscher hinzu. Im "Monkey Land" bei Plettenberg Bay an der Südküste Südafrikas können die unterschiedlichsten geretteten Affenarten in riesigen eingezäunten Waldstücken bestaunt werden. Aber Vorsicht: Kameras und Hüte lieber sicher verstauen! Achten Sie beim Kauf von Souvenirs auch auf das verwendete Material - neben Fellen und illegal gehandeltem Elfenbein finden sich beispielsweise auch Armbänder aus Elefantenhaaren, die auf den ersten Blick wie Draht oder Fäden wirken können.

Quelle: Pressemeldung PETA Deutschland e.V.

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