Trotz Ausbruch des Vulkans unter dem Eyjafjalla-Gletscher: bei AGCS geht das Geschäft weiter

16.04.2010 | München
Der Ausbruch des Vulkans unter dem Eyjafjalla-Gletscher in Island hat Flughäfen in ganz Europa lahmgelegt. Schlimm genug für Urlaubsreisende, aber wie geht ein Konzern damit um, der international tätig ist?

Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) ist der Industrie- und Spezialversicherer der Allianz Gruppe. Diese Allianz-Tochter versichert große Firmen und ungewöhnliche Risiken wie Großanlagen und Transport in aller Welt. Mit Niederlassungen in über 20 Ländern und Geschäft in rund 150 Ländern, ist gut 10 Prozent der Belegschaft jeden Tag auf internationalen Geschäftsreisen unterwegs.

Ein Vulkanausbruch, der viele Länder betrifft, stellt ein großes Hindernis für eine solche Firma dar.

Wie sorgte AGCS für diesen Fall vor?

Technische Ausstattung

Es ist essenziell, den Mitarbeitern die Ausrüstung zu geben, um überall unterwegs arbeiten zu können. Die meisten Mitarbeiter, die international unterwegs sind, haben mittlerweile einen BlackBerry, der es ihnen nicht nur ermöglicht zu telefonieren und Emails zu versenden, sondern sie auch an Dokumenten arbeiten lässt.

Hugo Kidston, der Leiter der Kommunikation bei der AGCS, zum Beispiel, arbeitet für gewöhnlich in London, war aber gestern in München und kam am Ende des Tages nicht nach Hause. Sein Rückflug war aufgrund der Wolke gestrichen worden. Durch eine 3G-Karte in seinem Laptop konnte er jedoch seine Arbeit fortsetzen als wäre er daheim in der City. Er entschied sich schließlich dazu, mit dem Zug zu fahren, um unterwegs mobil arbeiten zu können.

Ruhig bleiben

Das Wichtigste in einer solchen Ausnahmesituation: Bleiben Sie ruhig und werten Sie Ihre Alternativen aus. Kidston machte das beste aus der Situation: "Auch wenn ich morgens um 2 Uhr aufstehen musste, wenigstens hatte ich durch diesen Zwischenfall beim Umsteigen in Köln zum ersten Mal die Gelegenheit, den Kölner Dom zu sehen."

Flexible Planung

Einer der Manager der AGCS war zum Zeitpunkt des Vulkanausbruchs ebenfalls in München unterwegs und disponierte kurzfristig um. Angesichts der Alternativen entschloss er sich, mit einem Mietwagen nach Brüssel zu fahren und von dort den Eurostar nach London zu nehmen. So konnte er sicherstellen, wenigstens seine Termine am folgenden Tag wahrzunehmen. Alternativ wurde auch für eine ganze Gruppn von Mitarbeitern aus London, die in München steckten, ein "Gruppenrücktransport" per Bus organisiert.

Schnelle Reaktion

Einige Vorstände, die ebenfalls an diesem Tag unterwegs waren, haben bereits als die erste Meldung des Vulkanausbruchs durch die Medien ging, eine Flugumbuchung vorgenommen, so dass sie noch mit einem der letzten Flieger zurück an ihren Standort kamen. Aber auch dem Head of Aviation Insurance, der zu einem Meeting in Paris war, blieb die Annullierung seines Flugs nicht erspart - er fuhr daher mit einem Mietwagen zurück nach München.

Betriebsunterbrechungen

Die Firma braucht gut geübte Prozesse für Betriebsunterbrechungen. Das sogenannte Business Continuity Management Team der AGCS ist ein weltweites Gremium, das die Firma für solche Fälle vorbereitet. Sofort nach den ersten Schließungen traten die Experten miteinander in Verbindung, um die nächsten Schritte zu planen und gestrandete Mitarbeiter zu unterstützen. Schnell wurden alle Bereichsleiter über die Flughafenschließungen und Alternativen informiert und das Firmen-Intranet gab Anweisungen für Reisende. "Dafür sind wir da", sagte der Teamleiter, "damit alle wissen, was zu tun ist, wenn der Vulkan ausbricht". Eine Reiserichtlinie, die besagt, dass alle Mitarbeiter ihre Reisen über dieselbe Agentur buchen sollen, ermöglichte es dem Unternehmen außerdem, die Reisenden ausfindig zu machen und entsprechend zu informieren.

Notunterkunft

Da die AGCS Mitarbeiter nicht die einzigen Gestrandeten sind, kann es passieren, dass es an gewissen Orten schwierig wird, ein Hotelzimmer zu bekommen. Auch für diesen Fall ist die Allianz gerüstet: Es gibt ein eigenes Gästehaus in München/Neuperlach, das Mitarbeitern 28 Appartments zur Verfügung stellt, die in diesen Fällen eingesetzt werden können.

Notarbeitsplätze

Auch Notarbeitsplätze können in den Gebäuden der Allianz zur Verfügung gestellt werden. So plante Mary Koshy aus der Programme Management Organisation, spontan im Pariser Büro zu arbeiten. Auch sie konnte aufgrund der Flughafen-Schließungen nicht wie geplant am Donnerstagabend von München zurück nach London fliegen. So entschloss sie sich, mit dem Zug nach Paris zu fahren und im dortigen Büro zu arbeiten, wo sie am folgenden Montag ohnehin zu einem Meeting erwartet wurde. Frau Koshy hatte Glück im Unglück: Sie konnte diese Krisensituation nebenbei mit einem Wochenend-Besuch bei Freunden in Paris verbinden. Eine Alternative ist es in diesem Fall auch an dem jeweiligen Ort aus dem Homeoffice bzw. jeweiligen Hotel/Unterkunft zu arbeiten.

Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen, der Ihnen oben rechts zur Verfügung gestellt wird.

Quelle: Pressemeldung Allianz Global Corporate & Specialty

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