Was Europa von Afrika lernen kann
Wir laden Sie ein zu Begegnungstagen vom 28. bis 30. Mai in der Akademie Klausenhof in Dingden am Niederrhein. Der Schwerpunkt der Tage liegt diesmal auf der Situation der Christen in Nigeria.
Dazu besucht uns der Erzbischof der zentralnigerianischen Stadt Abuja, John Onaiyekan. Außerdem wird Prälat Obiora Ike zu Gast sein, der durch unsere Kongresse "Treffpunkt Weltkirche" sowie aus unseren Radio- und Fernsehsendungen bekannt ist.
Unsere Gäste berichten während der Begegnungstage über das Christentum und die Priesterausbildung in ihrer Heimat und darüber, was Europa von Afrika lernen kann.
Im Programm ist außerdem eine Wallfahrt in das nahe gelegene Kevelaer vorgesehen. Dort werden wir in der Basilika eine Heilige Messe mit den nigerianischen Gästen feiern und für die Menschen in dem afrikanischen Land beten.
Seit 50 Jahren ist Nigeria unabhängig. Im wirtschaftlich ärmeren Norden bilden Muslime eine deutliche Bevölkerungsmehrheit. Dort wurde bereits in zwölf Bundesstaaten die Scharia, das religiös begründete Gesetz des Islam, eingeführt. Der vergleichsweise wohlhabende Süden ist dagegen überwiegend christlich geprägt.
Die zerstörte Kirche St. Rita in Maiduguri. Sie wurde 2006 bei Ausschreitungen von fanatischen Muslimen zerstört. Auslöser waren damals die in einer dänischen Zeitung veröffentlichten Mohammed-Karikaturen.
Immer wieder kommt es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Christen und Muslimen. Erst in dieser Woche wurden bei einem Überfall auf drei mehrheitlich christliche Dörfer weit über 100 Menschen getötet, darunter viele Frauen und Kinder. Verstärkt rufen Kirchenvertreter in Nigeria zur Versöhnung auf und bieten inter-religiöse Projekte für junge Erwachsene an.
Die Tagung "Nigeria - Christen zwischen Hoffnung und Scharia?" beginnt am Freitag, den 28. Mai, ab 15 Uhr und endet am Sonntag, den 30. Mai, nach dem Mittagessen.
Die Kosten betragen 121,50 Euro pro Person im Doppelzimmer beziehungsweise 126,50 Euro im Einzelzimmer. Für die Busfahrt nach Kevelaer sind zusätzlich etwa fünf Euro pro Person zu entrichten.
Quelle: Pressemeldung KIRCHE IN NOT / Ostpriesterhilfe Deutschland e.V.
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