Ein Urteil des Landgerichts Bremen verpflichtet ElectraWorks Limited, einem deutschen Spieler 194.000 Euro zurückzuerstatten. Die Summe war zwischen Juni 2013 und Oktober 2020 auf bwin.com und premium.com verspielt worden. Als Rechtsgrundlage dienten der Glücksspielstaatsvertrag 2012, das EuGH-Urteil vom April 2026 und das bis Juli 2021 bestehende Online-Casino-Verbot. Ohne deutsche Zulassung und unter Verletzung des Verlinkungsverbots seien die Verträge nichtig. CLLB Rechtsanwälte setzten das Urteil durch.
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Gericht untersagt Anbieterverknüpfung bei bwin.com und premium.com illegalen Angeboten
Ein deutscher Spieler nahm im Zeitraum von Juni 2013 bis Oktober 2020 an Online-Casinospielen auf bwin.com und premium.com teil und verlor dabei rund 194.000 Euro. Mangels Kenntnis über das bis zum 30. Juni 2021 in Deutschland geltende generelle Online-Glücksspielverbot setzte er seine Einsätze fort. Das Landgericht Bremen sah hierin einen gesetzlichen Verstoß, erklärte die entsprechenden Verträge für nichtig und eröffnete dem Spieler so den Weg zur Rückforderung seiner Einsätze.
EuGH und Landgericht Bremen bestätigen deutsches Verbot gegen Online-Glücksspiel
In seiner Urteilsbegründung führte das Landgericht Bremen aus, dass § 4 Abs. 4 Glücksspielstaatsvertrag 2012 Online-Glücksspiel in Deutschland untersagt. ElectraWorks Limited habe dieses Verbot mithilfe der Plattformen bwin.com und premium.com umgangen. Dementsprechend seien alle geschlossenen Vereinbarungen nichtig. Dem Kläger stehe ein Anspruch auf vollständige Rückzahlung seiner Verluste aus den verbotenen Spielen zu. Das Urteil stärkt den rechtlichen Rahmen gegen unerlaubtes Online-Glücksspiel.
Bundesrechtliche Glücksspielregulierung gestärkt: EuGH-Urteil bestätigt nationales Verbotsrecht jetzt eindeutig
Der Europäische Gerichtshof entschied am 16. April 2026, dass das deutsche Verbot von Online-Glücksspielen in vollem Einklang mit EU-Recht steht. Dadurch untermauert er die Entscheidung des Landgerichts Bremen und schließt jede Attacke von ElectraWorks Limited auf die Validität der deutschen Regulierung aus. Nationaler Souveränitätsgebrauch in der Glücksspielaufsicht wird gestärkt und die Anerkennung ausländischer Lizenzen bleibt ausgeschlossen.
EU-Genehmigungen ersetzen keine deutsche Glücksspiellizenz laut Bremer Urteil zwingend
Das Gericht stellte in seiner Begründung klar, dass eine von Gibraltar erteilte Erlaubnis für Glücksspielangebote in Deutschland unzulässig ist, da nationales Recht eigenständige Genehmigungen zwingend vorschreibt. EU-Recht schreibt keinen Zwang zur Anerkennung behördlicher Entscheidungen anderer Mitgliedsstaaten vor. Selbst wenn man das deutsche Online-Glücksspielverbot als nichtig interpretierte, hätte ElectraWorks Limited eine deutsche Lizenz einholen müssen, bevor sie Spiele anbot, was es unterließ und damit ohne Lizenz handelte und verlorene Wetteinsätze erstattungspflichtig.
Compliance-Verstoß: Casino- und Sportwettenlinks ohne Genehmigung untersagt und wertlos
Das gebotene Verlinkungsverbot untersagte jedem Anbieter, Casinospiele und Sportwetten über die gleiche Internetpräsenz zu betreiben oder per Link zu koppeln. Mit dieser Regularie sollte eine klare Trennung der Glücksspielarten erzielt und der Nutzer vor übermäßigen Spielangeboten geschützt werden. ElectraWorks Limited horchte nicht auf diese Vorgabe und verband beide Segmente direkt auf ihrer Domain. In der richterlichen Abwägung führte dieser Verstoß zur Erklärung aller involvierten Verträge als nichtig.
Gericht bestätigt Anspruch auf Rückerstattung trotz Verstoßes und Unkenntnis
Das Landgericht machte klar, dass der Rückforderungsanspruch unabhängig von der Teilnahme an nicht lizenzierten Spielen besteht. Ein entscheidender Punkt war, dass im Verfahren kein Nachweis dafür erbracht wurde, dass der Kläger Kenntnis des damaligen Verbots hatte oder bewusst keine Information darüber suchte. Deshalb sind sämtliche Einreden gegen die Rückzahlung seiner Verluste nicht zulässig. Der Anspruch bleibt in voller Höhe und uneingeschränkt durchsetzbar.
Urteil verdeutlicht Bedeutung strenger deutscher Lizenzpflicht für zukünftige Online-Glücksspielanbieter
Rechtsanwalt Kainz beschreibt das Urteil als bedeutenden Meilenstein im deutschen Glücksspielrecht. Er erklärt, dass Einsätze aus Angeboten ohne deutsche Lizenz als rechtsgrundlos gelten und zurückerstattet werden müssen. Diese Entscheidung stärkt die Rechte der Verbraucher und signalisiert nicht lizenzierten Anbietern, den deutschen Markt nicht ohne Zulassung zu bedienen. Betroffene Spieler sollten ihre Ansprüche zeitnah prüfen lassen und sich rechtlich beraten lassen, um verlorene Einsätze effektiv zurückzufordern.
Mit seinem Urteil hat das Landgericht Bremen Spielern, die bei nicht gültig lizenzierten Online-Casino-Anbietern hohe Einsätze verloren haben, einen konkreten Anspruch auf Rückzahlung eröffnet. Die Entscheidung stellt einen prägnanten Präzedenzfall im deutschen Glücksspielrecht dar und bekräftigt die deutsche Lizenzpflicht. Wettfreunde werden dazu angehalten, fortan ausschließlich offizielle Plattformen zu nutzen und bei vermuteten Gesetzesverstößen ihre Rückforderungsansprüche zügig und unter rechtlicher Begleitung prüfen zu lassen. effizient verlässlich nachhaltig transparent kostenoptimiert rechtssicher fair.

